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  • Daniel Schneider

Jede Reise geht einmal zu Ende... von Kroatien über Italien 🇮🇹 / Slowenien 🇸🇮 bis wieder in die 🇨🇭

Aktualisiert: 9. Juni 2019

Unsere Flugreise hat heute "schon fast leider" ein erfolgreiches Ende gefunden. Nach fast zwei Wochen sind wir mit beiden Fliegern am späteren Nachmittag wieder in Lommis angekommen. Doch fangen wir von vorne mit den Erlebnissen von heute Morgen an.

Auf der schönen kroatischen Insel Losinj bei strahlend blauem Himmel aufgewacht, machten wir uns gleich nach dem Frühstück zum Platz zurück. Wir mussten uns am Ende beeilen, weil wir eine Brücke passieren mussten, welche hochgehoben wird jeweils für eine halbe Stunde am Morgen und Abend. Es hat gerade noch gereicht kurz vor 09:00 Uhr darüber zuflitzen.

Auf dem Flugplatz Losinj LDLO angekommen, ging es direkt zum Zoll. Die Ausreise musste gemacht werden bei der lokalen Zollbeamtin und im Anschluss noch die Langegebühren im Büro begleichen. Den Flugplan wie auch die Zollanmeldung in Lommis hatten wir diesesmal schon früh aufgegeben, da wie es heute etwas gemütlicher haben wollten, bei der Passage an Venedig vorbei und über die ganze Po Ebene.

Alles zum letzten Mal eingeladen und startbereit gemacht. Beim Run-up Check auf einmal ein technisches Problem! Die Landeklappen liessen sich nicht mehr einfahren. Ok - na dann Sicherung raus und rein - nochmals versuchen und beim zweiten Versuch fuhren sie auch schon wieder ein und aus. Also konnte die Reise nun doch wie geplant losgehen. Direkter Start aufs Meer hinaus und die lange Strecke über die Adria von fast 30 Minuten in Angriff nehmen. Es war in Losinj schon recht viel los und kaum abgeflogen hiess es am Funk, der Platz hätte keine Kapazität mehr. Also aufgepasst am Wochenende - es könnte sein, dass man weiterfliegen muss zum gewählten Alternate.

Als Bemerkung: bei der Vorbereitung zur Eingabe des Flugplans hatten wir extra erneut zwei IFR Punkte angegeben "ROTAR als Grenzübergang sowie ROKIB als Punkt hinten bei den Bergen" plus dazu die Höhe von 6500ft. Es klappte wie erwartet am Schnürchen. Wir wurden koordiniert und durchgereicht von Station zu Station. An Venedig vorbei mit startendem Airliner und quer über Treviso / Istrana bis schlussendlich die Berge vor uns auftauchten.

Wir freuten uns alle auf etwas mehr Erhebungen und so ging es das Trentino hoch bis nach Bozen / Bolzano LIPB. Nach einem knapp zweistündigen Flug erreichten wir das wunderschöne Südtirol und durften mit Rückenwind von 5 Knoten direkt auf die Piste 01 einfliegen. Abgestellt auf dem Grasparkplatz und zu Fuss zurück zum C-Büro und dem Terminal. Die Kosten mit 42 Euro absolut normal für die Platzgrösse und die Abwicklung dauerte gerade mal ein paar Minuten.

Nach einer kurzen Mittagsrast im Flughafen Bistro ging es durch die Security und wieder raus aufs Feld. Es stand der erste Flug ohne Flugplan an. Es soll von Bolzano LIPB nach Sondrio LILO gehen. Wir hatten am Vortag den Zoll übers Internet respektive über ein Formular welches wir per Mail erhalten hatten, auf Nachmittag 15:00 Uhr bestellt.

Den Motor gleich nach dem einsteigen angeworfen um etwas Kühlung im Cockpit zu erhalten. Bei den Temperaturen im Süden ist es manchmal heiss wie in einer Sauna. Nach Erhalt der Freigabe durften wir gleich zum Holding Point 19 rollen. Wird durften dann jedoch 10 Minuten wegen einfliegendem und bereits wartendem Buisness Jets weiter schmoren, obwohl wir von der Zeit her locker dazwischen gepasst hätten. Aber egal, wir selber hatten genügend Zeit und waren nicht in Eile.


Es ging schnell steigend auf 7500ft erst wieder Richtung Süden um anschliessend westwärts auf den idylisch gelegenen Flugplatz Sondrio LILO zu kommen. Durch die Täler und an den Bergen vorbei passierten wir Ponte di Legno und schon bald nach nicht mal einer Stunde war der Flugplatz in Sicht. Wir erhielten einen direkten Anflug und landeten auf der etwas über 1000m langen Piste mit knapp einer Stunde Flugzeit.

Im gemütlich einladenden Flugplatz "Beizli" warteten wir auf den Zoll. Er wollte vorbeikommen und somit hiess es etwas warten. Die Buchhaltung erledigen in der Zwischenzeit und natürlich durfte bei der Wärme von bald 30° C ein Eis nicht fehlen. Den Flugplan für den Grenzübertritt noch erstellt und abgesendet und somit war alles vorbereitet.


Die Zoll Kontrolle war kurz und kein Problem und wir bezahlten diese mit 30 Euro. Die Landegebühren erhielten wir vom Platzchef geschenkt. Vielen Dank an dieser Stelle. Ein schöner Platz mitten in den Bergen und als Ausflugsidee nur zu empfehlen.

Nun hiess es ein letztes Mal einsteigen und den Weg über die Alpen in Angriff nehmen. nach dem Start Richtung Westen kam schon bald der Lago di Como in Sicht und wir änderten den Kurs nach Norden zum Splügenpass. Rüber nach Andeer / Thusis und runter nach Chur. Überflug Bad Ragaz und schon schwenkten wir ein, um über das Toggenburg gemütlich abzusinken Richtung unserem letzten Ziel: Lommis LSZT.

Ankunft in Lommis LSZT kurz nach 16 Uhr mit einer Stunde Flugzeit an diesem Samstag 08.06.2019. Eine grossartige und spannende Reise geht zu Ende. Vom FDL erfuhren wir, dass die HB-WYC ebenfalls auf dem Weg war und um etwas nach 17 Uhr erwartet wurde. Nun noch die ganz grosse Abschlussreinigung. Mit der Mithilfe vom FDL (vielen Dank) wurde alles gewaschen & abgeledert sowie auf Hochglanz poliert. Nach knapp einer halben Stunde, konnten wir unsere Robin DR401 HB-KLA strahlend und glänzend in den Hangar rollen. Sie hat uns in den letzten beiden Wochen weit in Europa herumgebracht und wir durften auf eine bestens gewartete Maschine von unserer eigenen Maintenance zählen. Auf Grund der zu erwartenden Stundenanzahl hatten wir beantragt, dass die 50 Stunden Kontrolle vorgezogen wurde sodass wir fast die maximale Anzahl zur Verfügung hatten.

Für uns war die Reise bis auf die Bürokratie an dieser Stelle zu Ende. Also Zettel ausfassen und in Rita's Flugplatzbeizli bei einem erfrischenden kühlen Bier gemütlich die Abrechung erstellen.

Unsere beiden Kollegen mit der HB-WYC erhielten bei ihrem Einflug noch eine entsprechende Willkommmensbotschaft zugestellt. Ihre heutige Route führte sie von Tivat LDTV und Dubrovnik LDDU (wegen Benzin) weiter nach Protoroz LJPZ. Die ganze kroatische Küste hoch auf einer der schöneren VFR Routen. In Portoroz LJPZ Slowenien den Zoll erledigt und weiter ging es auf direktem Weg nach Lommis LSZT. Ihre persönliche Bürokratie erledigten Sie bereits im Flug und so konnten wir nach 13 Tagen die Reise gemeinsam bei einem Essen abschliessen. Es war eine tolle Erfahrung und jeder konnte etwas dazulernen. Ob dies bei der Bedienung der Apps oder der ganzen Flugplan Geschichte war oder auch einfach nur die Funk Praxis üben. Wir sammeln die nächsten Tage unsere Erfahrungen und Fazite und stellen diese gerne in einer Zusammenfassung zur Verfügung.


Wir alle hatten Spass und nach der Reise ist vor der nächsten Reise. Wir freuen uns auf zahlreiche Rückmeldungen und auch Fragen. Wir werden diese gerne beantworten.


In diesem Sinne wünschen wir allen "Happy Landing"


HB-KLA: Alois Sauter, Dominik Lambrigger, Dani Schneider

HB-WYC: Philipp Hug, Tobias Kappeler


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